Nachlese zu den Seminaren vom 22.11. bis 25.11. in Glücksburg

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Heiner Cuhls
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Beigetreten: 25/04/2011

 Hallo Zusammen,

die Nachlese zu den Seminartagen von Henning und Heiner vom 22. bis 25.11. ist nicht so einfach zu formulieren da die Beiträge alle hoch interessant waren.

Alle gemeinsam beschäftigen sich mit der Nutzung unserer Böden und dem bestmöglichen Einsatz unserer Ressourcen. Dadurch haben wir an den Seminartagen mit Exkursion die unterschiedlichsten Ansätze kennengelernt und wie immer liegt es nun in unserer Verantwortung den für uns besten Weg zu finden.

Alle Referenten haben das von Ihnen präsentierte Feld sehr interessant dargestellt und jeweils durch Beispiele unterlegt.

Daher möchte ich zunächst ohne Wertigkeit und Reihenfolge der Seminartage oder Referatbeiträge eine kurze Zusammenfassung geben und beginne mit den Themen die wir am einfachsten verstanden haben und auch aufschreiben können:

Der vorgestellte Wasserstoff-Generator hat bei Willy Wulf im Auto bereits 320.000 km gearbeitet und den Mercedes Diesel von einem Verbrauch bei moderater Fahrweise von 7,5 Liter Diesel auf 200ml Wasser und 4,2 Liter Diesel auf 100km gebracht.

Seit Mittwoch den 21.11.12 hat Hennings Trecker nun auch eine Wasserstoffzelle und Henning wird sich das Ganze auch genau anschauen und über seine Ergebnisse berichten.

Der Komposttee unter Einsatz von Sauerstoff behandelter Gülle, Gesteinsmehl und mit Pflanzenkohle angereichert führt sehr anschaulich belegt zu erheblichen Tomaten und Gurkenernten. Zudem ist es ein für jedermann einfach anwendbares Produkt zur häuslichen und gewerblichen Nutzung. In der großflächigen Landwirtschaft müssen erst noch Geräte zur Applikation entwickelt werden. In den USA und Neuseeland sind solche Kompostteebereiter bereits im Einsatz, jedoch liegen bei herkömmlicher Ausbringungstechnik mit Pflanzenschutzspritzen nur wenig Erfahrungen in Deutschland vor.

Die Saatgutmischungen und Fruchtfolgen mit Zwischenfrüchten, die von Herrn Krallinger (DSV) vorgestellt wurden, sind für die unterschiedlichsten Anwendungen und Böden mit Sicherheit von Bedeutung für das Bodenleben und die Humusbildung und das wurde vielfach auch von Teilnehmern bestätigt, die bereits mit solchen Fruchtfolgen gute Erfahrungen gesammelt haben. Herr Krallinger hat sehr Anschaulich seine gesamte Vorgehensweise am „Wohlfühlverhalten“ der Regenwürmer festgemacht und sehr gut dargestellt wie sich die Regenwurmpopulation verbessert wenn der Boden gesundet.

Damit wären wir dann bei dem Ansatz einer moderaten Frage nach „Henne und Ei“, muss der Boden gesund sein damit der Regenwurm kommt oder macht der Regenwurm den Boden gesund. Fest steht „wenn wir auf dem Weg zu einem gesunden Boden sind, gibt es auch viele Regenwürmer.“

Herr Marus Becker hat in seinem Beitrag über die Mykorrhiza sehr anschaulich die Wirkungsweise der Pilzstrukturen, sowie den Einsatz von Nutzbakterien  dargestellt und deren Anwendungen vorgestellt. Die im Maisanbau ganz offensichtlich erzielten Erfolge klingen vielversprechend und es bleibt abzuwarten wie sich die Erträge bei anderen Pflanzen entwickelt.

Bei der Mykorrhiza und deren Vorhandensein im Boden und auch deren Wirkung auf die Wurzelbildung wird der Strauß der Ansichten schon kontroverser und es haben sich einige Diskussionen über die Seminartage hin entwickelt.

Herr Plocher hat mit seiner Produktpalette auf viele Probleme die sich in der Landwirschaft stellen geantwortet. Die Produkte, die von ihm entwickelt wurden reichen über eine Aktivierung der Böden, Gülle- und Wasserbehandlung bis hin zu  Tierfutterergänzungsmitteln mit biokatalytischer Wirkung. Die zentrale Aussage von Herrn Plocher ist, dass nicht die Materie die Wikungen erzeugt, sondern die Schwingung der Materie. Herr Pocher verweist auf wissenschaftlich messbare und wiederholbare Ergebnisse seiner Produkte. An dieser Stelle sei auf den tropischen Regenwald im Vogelpark Walsrode verwiesen der seit 14 Jahren ohne zusätzlichen Einsatz von außen, gesund und auf dem Plocher System basierend wächst und gedeiht.

Die Maßnahmen zur Gesundung von Clostridien und Botolismus befallenen Tieren und Höfen hat Henning Knutzen am Beispiel einiger Einsatzmöglichkeiten von Pflanzenkohle bei der Fütterung der Tiere, dem Einsatz zur Geruchs- und Güllebindung im Stall beschrieben als auch mit weiteren Beispielen von Wasseraktivatoren und technischer Homöopathie dargestellt. Insbesondere hat er darauf hingewiesen, dass praktisch alle großen Bodenforscher darauf hingewiesen haben, dass wenn wir den Humus im Boden vernachlässigen, sich unweigerlich Fäulniskeime  auf den Äckern ausbreiten können und zu Problemen in den Viehbeständen bis hin zu Krankheiten beim Menschen führen. Er forderte alle, die sich mit Böden auseinandersetzen auf, auf Maßnahmen zu achten, die zum Humusaufbau führen, z.B. Fruchtfolgen, in denen niemals unbedeckter Boden vorhanden ist, Kompostierung der Feststoffe und Behandlung der Gülle durch Zusatzstoffe, wie Kohle und Kompost. Da fast alle krankmachenden Fäulniskeime, wie z.B. Clostridien vor Sauerstoff fliehen setzt er in allen Bereichen Sauerstoff ein oder versucht über technische Homöopathie ein Milieu zu schaffen in denen sich die aerobe Mikroflora ausbreiten kann. Nur  die Bereiche, in denen es um Konservierung geht, z.B. Silageherstellung werden z.B. EM oder Kanne Brottrunk eingesetzt.

Einen wesentlichen Beitrag zur Kompostherstellung und energetischen Mehrfachnutzung von Grünschnitt ist der Biomeiler. Der Workshop von Heiner Cuhls hat das allen Teilnehmern sehr gut vermitteln können. Die einzelnen Arbeitschritte sind leicht verständlich und man muss kein Handwerker oder Fachmann sein um die Arbeiten auszuführen. Die 1.400 Raschelsäcke waren „im nu“ gefüllt. Ein Teilnehmer aus Brandenburg sagte: „Das läuft wie geschnitten Brot“. Somit war der Biomeiler wie geplant in der Zeit von 09:00 bis 17:00 aufgebaut, das konnten auch die Pausen und die ausführliche Besichtigung der Wasserstoff-Fahrzeuge (Trecker und PKW) nicht verhindern.

Damit der Biomeiler in Zukunft auch noch einen wesentlichen Beitrag zur Humusgewinnung leisten kann, wird es kurzfristig auch einen Biomeiler nach „Witte“ geben, wir werden darüber ausführlich berichten.

Herr Witte stellt sein System, um Humus zu schaffen am zweiten Seminartag vor.  

Wir versuchen einmal in wenigen Sätzen zu beschreiben was Herr Witte uns in mehr als 6 Stunden zur „Mikrobiellen Carbonisierung“ vermittelt hat:

Der Aufbau von Humus erfolgt in einer aufgesetzten Miete, die nicht belüftet wird in einem Zusammenspiel von aeroben und anaeroben Bakterien und den dazugehörigen Enzymen. Der gesamte Prozess hat feste und gasförmige Phasen mit dem Ergebnis innerhalb von 8 Wochen eingelagerten Kohlenstoff herzustellen. Die Kompostmiete wird bis zu 2 Meter Höhe aufgebaut und stark verdichtet. Der verwendete Mist wird mit viel ligninhaltigem Stoff, Weizenstroh oder Holz vermischt und aufgesetzt.

Da sich diese Vorgehensweise einer aeroben und anaeroben Humusherstellung ohne Belüftung sehr konträr zur gängigen Kompost Herstellung verhält, hat der Seminartag von Herrn Witte für den meisten Gesprächsstoff gesorgt.

Um weitern „wenn und abers“ vorzubeugen möchten wir darauf hinweisen das das Projekt von der Hochshule HS Harz für angewandte Wissenschaften, FB Automatisierung und Informatik, http://www.forschung-sachsen-anhalt.de/index.php3?option=projektanzeige&pid=15661&PHPSESSID=8d227

und http://www.regiona.net/ begleitet wird.

Seit über 5 Jahren stellt auch das Kompostwerk „Harz Humus Recycling“, mit einer jährlichen Tonnage von 190.000t. Die von Landwirtschaftlichen Betrieben bestellte Menge nach der Methode „Witte“ Humus, nimmt ständig zu und ist in den vergangenen 5 Jahren bereits auf 1.500t/Jahr gestiegen, http://www.harzhumus.de/kompost.html Herr Fischer ist dort Ihr Ansprechpartner.

Die Kohlenstoffbindung erfolgt über den gesamten Querschnitt der Miete. Enzyme sorgen für eine Aufspaltung der Substanzen in eine pflanzenverträgliche Verfügbarkeit aller Stoffe.

Die Ergebnisse der Arbeit im verdichteten anaeroben System mit einer aeroben Deckschicht haben die begleitenden Studien belegt. Die Humusausbildung führt unter anderem auch zu einer fast ölartigen schwarz glänzenden und zähen Masse die im gesamten Material verteilt aufzufinden ist, sich jedoch hauptsächlich am Boden sammelt.

Da sich der Aufbau einer Kompostmiete mit Verdichtung  für die meisten Seminarteilnehmer nicht als schwierig erweist, warten wir die Ergebnisse ab, da sich während des Seminars bereits einige Teilnehmer entschlossen haben sofort eine Miete aufzusetzen. Anfang Februar werden sicherlich einige Ergebnisse zur Verfügung stehen.

Eins steht jedenfalls fest: Der Biomeiler mit seiner langen Standzeit von bis zu 2 Jahren ist ein ideales Objekt zum Humusaufbau. Herr Witte hat bestätigt dass alle begleitenden Messungen seiner Arbeit eine Temperatur von über 50 Grad über den Zeitraum von 12 Monaten bestätigen.

Der wissenschaftlich begleitete Auf- und Abbau seiner Kompostmieten hat gezeigt dass die höchste Temperatur von ca. 55 Grad 80cm von oben gemessen entsteht, zum Boden hin hat man dann Temperaturen von 30 Grad.

Seine Empfehlung ist es die Wärmetauscher von oben gemessen in die Schicht 60cm, 80cm und 100cm einzubringen.

Ein Wärmetauscher im unteren Bereich macht nur Sinn wenn es sich um einen Biomeiler mit Brauchwasseraufbereitung handelt, da ja das Brauchwasser aus dem Stadtnetz mit ca. 10 Grad ankommt und sich bei dem Durchlauf durch den Biomeilers erwärmt. Somit also den unteren Bereich mit „nur“ 30 Grad bereits nutzen kann.

Wird der Biomeiler für eine Heizungsanlage verwendet macht es keinen Sinn in einem Kreislauf das Wasser im Biomeiler im unteren Bereich „abzukühlen“.

Der Biomeiler nach „Witte“ ist somit die lang gesuchte Antwort für alle Pferdebesitzer die Ihren Pferdemist mit verwenden möchten.

Ganz besonders erfreulich ist es, dass wir als Native Power sehr fundierte Aussagen erhalten haben, wie wir Mist in unseren Biomeiler Prozess mit einbauen können.

Abschließend danken wir noch allen Teilnehmern die Ihren Weg aus der Oberpfalz, Kressberg, Österreich und Brasilien zu uns nach Flensburg gefunden haben.

Euch alles Gute

Henning und Heiner

Wir planen für den 08.+09.02. und 15.+ 16.02.2013 je ein Seminar im Großraum Hamburg und Kassel.

 

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